Die Erfahrung sexualisierter Gewalt ist für die Betroffenen in der Regel von hoher Signifikanz. In der Kommunikation des Ereignisses durch die Beteiligten, die Unbeteiligten und die Medien richtet sich der Fokus hierbei zunächst oft auf die Täter-Opfer Dynamik, dabei entfaltet die erfahrene sexualisierte Gewalt durch den gesellschaftlichen Umgang mit ihr und der betroffenen Person erst ihre volle Wucht und chronifiziert die erfahrenen Schädigungen und stigmatisiert die Opfer. Es braucht handlungsfähige Akteure zur Unterstützung der von sexualisierter Gewalt Betroffenen und zur Begrenzung der Täter, um sexualisierte Gewalt als dämonisiertes Kulturphänomen ans Licht zu bringen und in unsere Gesellschaft zu integrieren. So kann die Genesung der Beteiligten gelingen und eine Weitergabe der Traumata in die nächste Generation begrenzt werden.

Diesen Vortrag halte ich im Rahmen der Tagung: Gewalt und Trauma: Direkte und transgenerationale Folgen für Individuen, Bindungen und Gesellschaft, 32. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und politische Psychologie (GPPP), 13.-15. April 2018 in Göttingen gefördert durch den Alexander-Eickhoff-Fonds.

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