…in der Hoffnung, dass jemand anderes daran stirbt. Wer es schon einmal erlebt hat weiß, dass es ein Albtraum ist. Eifersucht ist ein Gefühl, das sich anfühlt, als würde man bei lebendigem Leibe die Eingeweide herausgerissen bekommen. Es ist wie sterben. Zumindest fühlt es sich so an. Und manchmal wäre es einem auch lieber, man wäre tot, als dieses elende Gefühl weiter zu fühlen. Eifersucht kommt wie ein Anfall über einen und jeder Versuch, sich dagegen zu wehren, macht es nur noch schlimmer. Wie in einer eisernen Tierfalle gefangen, verursacht jede Bewegung neue Schmerzen und zieht die Eisenzähne weiter zu.

 

Eifersucht fühlt sich so an, als würden die anderen mich quälen, dabei bin ich es selbst

Es gibt 1000 Gründe und Anlässe zur Eifersucht. Und wenn ich denke: Ja, ich habe aber guten Grund, eifersüchtig zu sein, dann wird alles noch viel schlimmer. Versprochen. Ob es einen Grund gibt eifersüchtig zu sein oder ob ich mir einen Grund zusammenspinne, ist ziemlich egal. Das Gefühl ist das gleiche. Aber worum geht es eigentlich, wenn ich denke und fühle, dass mein Partner oder meine Partnerin mit jemandem anders knutscht, schläft, ins Kino geht, Kaffee trinkt, lacht, weint oder was auch immer macht und ich das schier nicht aushalte? Worum geht es eigentlich, wenn ich rasend vor Zorn werde, mein Puls hämmert und mein Gehirn aufhört zu funktionieren, weil andere etwas tun, was mich anscheinend droht über den Abgrund zu schieben?

 

Eifersucht bringt unsere Schatten auf den Plan

Wenn wir eifersüchtig sind, denken wir: Jemand anderes ist besser als wir, wir haben es nicht verdient, um unserer selbst willen geliebt zu werden. Alle Verletzungen aus unserer Kindheit werden aktiviert. Wir fühlen die alten Demütigungen und Herabsetzungen wieder. Die Kritik, die uns zu viel war und die Momente, in denen wir Unterstützung und Wertschätzung gebraucht hätten und stattdessen Achtlosigkeit und Gewalt erfahren haben. Wir können uns dann nicht mehr so sehen, wie wir heute wirklich sind, sondern sehen uns so, wie uns die Erwachsenen früher sehen wollten und bewertet haben. Und wer uns dann nicht mehr liebt, sind wir selbst.

 

Was tun mit der Eifersucht?

Sie erkennen, als das was sie ist: Das Vollbild unserer Schamgefühle. Dann gilt es, die Aufmerksamkeit von den Auslösern unserer Eifersucht wegzunehmen. Das sind in der Regel unsere Partnerin oder unser Partner und die dritte Person in dem Drama. Jetzt ist es ganz wichtig, dass wir gut mit uns umgehen, mitfühlend mit uns sind und uns selbst pfleglich behandeln. Wenn wir wieder einen klaren Kopf haben und unser Herz nicht mehr zu zerspringen droht, können wir uns achtsam an die Arbeit machen und schauen, was da eigentlich so los war in unserem Kinderleben, dass wir heute als Erwachsene mit solch unfassbar unangenehmen Gefühlszuständen zu tun haben.

 

Möglicherweise wünschen Sie sich ein Gespräch? Vielleicht mit mir?

Ich arbeite in meinen Beratungssettings überwiegend auf der Basis von systemischer Theorie und Praxis, Somatic Experiencing®, dem inneren Team und dem inneren Kind. Meine Arbeitshaltung ist achtsam gegenüber meinen Kundinnen und Kunden und deren Anliegen.

Weitere Informationen zu mir und meiner Arbeit finden Sie in der Rubrik über mich auf meiner Homepage. Beratungstermine können Sie auf der Seite Kontakt vereinbaren.